Lex Barkers Tod — Das einsame Ende des Old Shatterhand

Es war ein sonniger Freitagvormittag im Mai, als einer der größten Helden der deutschen Filmgeschichte seinen letzten Kampf verlor. Doch dieser Kampf fand nicht in der wilden Prärie des Wilden Westens statt, noch in den dichten Dschungeln Afrikas, die ihn einst berühmt gemacht hatten. Er fand auf dem kalten Asphalt von New York City statt, inmitten einer gleichgültigen Menschenmenge. Der 11. Mai 1973 markiert ein Datum, das sich tief in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation eingebrannt hat. Während in Deutschland Millionen von Fans den edlen Apachen-Blutsbruder „Old Shatterhand“ verehrten, starb der Mann hinter der Legende, Lex Barker, einen Tod, der an Tragik und Einsamkeit kaum zu überbieten ist.

Die Umstände seines Ablebens stehen in einem fast grausamen Kontrast zu dem glamourösen Leben, das er auf der Leinwand verkörperte. In den Herzen seiner Anhänger war er unsterblich, doch die Realität in den Straßen von Manhattan war brutal und nüchtern. Dieser Artikel beleuchtet die letzten Stunden des Hollywood-Stars, die schicksalhaften Fügungen, die zu seinem einsamen Ende führten, und das gewaltige Erbe, das er hinterließ.

Die letzten Tage im Leben einer Legende

Nur drei Tage vor seinem Tod hatte Lex Barker Grund zu feiern. Am 8. Mai 1973 beging er seinen 54. Geburtstag. Er befand sich zu dieser Zeit in New York, der Stadt seiner Geburt, um einen neuen Karriereabschnitt zu planen. Nach Jahren des phänomenalen Erfolgs in Europa, insbesondere in Deutschland, hoffte Barker auf ein Comeback in seiner amerikanischen Heimat. An seiner Seite war seine Verlobte, die Schauspielerin Karen Kondazian. Freunde beschrieben Barker in diesen Tagen als hoffnungsvoll, aber auch nachdenklich.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten waren intim. Gemeinsam mit Karen besuchte er das Kino, um sich Marlon Brando in „Der letzte Tango in Paris“ anzusehen. Eine Anekdote, die Karen später erzählte, wirkt im Rückblick wie eine düstere Vorahnung. Barker soll nach dem Film bemerkt haben, wie eindringlich Brando den Tod im Film darstellte, fast so, als könne er das Ende in seinen Augen sehen. Es war eine jener beiläufigen Bemerkungen, die erst durch das spätere Unglück eine schwere Bedeutung erlangen.

Die Nacht vor seinem Tod verbrachte das Paar in einem der ältesten und renommiertesten Restaurants New Yorks, dem „21 Club“. Sie tanzten, lachten und machten Pläne für die gemeinsame Zukunft. Doch schon am nächsten Morgen lag ein Schatten über dem Glück. Barker erzählte Karen von einem Albtraum, in dem er von unsichtbaren Angreifern festgehalten wurde und keine Luft mehr bekam. Medizinisch betrachtet könnte dies bereits ein Vorbote des fatalen Herzereignisses gewesen sein, das nur wenige Stunden später folgen sollte.

Der Tag des Schicksals: 11. Mai 1973

Der Morgen des 11. Mai begann routinemäßig. Lex Barker hatte Termine. Er wollte seinen Agenten treffen, um über neue Rollenangebote zu sprechen. Er verabschiedete sich von Karen mit dem Versprechen, sie später zum Mittagessen bei Freunden wiederzutreffen. Er trug einen eleganten Anzug, wie es seiner Art entsprach – stets der Gentleman, stets makellos gekleidet.

Gegen 11 Uhr vormittags befand sich Barker auf der Lexington Avenue, auf Höhe der 61. Straße. Er war zu Fuß unterwegs, mitten im geschäftigen Treiben der Upper East Side. Plötzlich, ohne Vorwarnung, versagte sein Herz. Der riesenhafte Mann, der auf der Leinwand Bären bekämpfte und Schurken das Handwerk legte, brach zusammen.

Was dann geschah, ist das eigentliche Drama dieses Tages. Hunderte von Menschen hasteten an dem am Boden liegenden Mann vorbei. In der Anonymität der Großstadt hielten viele den bewusstlosen, gut gekleideten Mann schlichtweg für betrunken. Niemand blieb stehen, niemand hielt seine Hand. Der Held, der im Kino immer zur Stelle war, wenn andere Hilfe brauchten, war in seiner schwersten Stunde vollkommen allein.

Die Identifizierung des Unbekannten

Als schließlich ein Krankenwagen und die Polizei eintrafen, war es bereits zu spät. Lex Barker war tot. Doch die Tragödie war noch nicht zu Ende. Da Barker keine Ausweispapiere bei sich trug, wussten die Beamten zunächst nicht, wen sie vor sich hatten. Für die New Yorker Polizei war er nur ein weiterer unbekannter Toter in einer Stadt, die niemals schläft.

Die Identifizierung gelang erst durch einen persönlichen Gegenstand: seine Armbanduhr. In die Uhr war eine Widmung oder Name graviert (einigen Berichten zufolge handelte es sich um eine Uhr mit einer Gravur seiner Ex-Frau oder einer Adresse), die die Polizei auf die richtige Spur brachte. Es dauerte Stunden, bis die Nachricht zu denen durchdrang, die auf ihn warteten. Karen Kondazier und die gemeinsamen Freunde warteten vergeblich beim Mittagessen. Als Barker nicht erschien, was für den überaus pünktlichen Schauspieler untypisch war, begannen sie, die Krankenhäuser und Polizeistationen abzutelefonieren.

Die Gewissheit erhielten sie schließlich in einer Polizeiwache. Die nüchterne Auskunft: Alexander Crichlow Barker Jr. sei in das Leichenschauhaus gebracht worden. Todesursache: Massiver Herzinfarkt.

Ein Leben voller Höhen und Tiefen

Um die Tragweite dieses einsamen Todes zu verstehen, muss man auf das außergewöhnliche Leben zurückblicken, das ihm vorausging. Lex Barker wurde in eine wohlhabende New Yorker Bauunternehmerfamilie geboren. Doch er verweigerte sich dem vorgezeichneten Weg und wurde enterbt, als er sich für die Schauspielerei entschied.

Seine Karriere war geprägt von Brüchen. Nach einem tapferen Einsatz im Zweiten Weltkrieg, aus dem er mit einer schweren Kopfverletzung und einer Silberplatte im Schädel zurückkehrte, eroberte er Hollywood zunächst als Nachfolger von Johnny Weissmüller in der Rolle des Tarzan. Er war der zehnte Tarzan der Filmgeschichte, athletisch, blond und aristokratisch. Doch Hollywood ließ ihn bald fallen.

Der wahre Ruhm wartete in Europa. In den 1960er Jahren wurde er durch die Karl-May-Verfilmungen zur Kultfigur. Als Old Shatterhand verkörperte er das Gute schlechthin. Er war der ideale deutsche Held: stark, gerecht, aber auch sensibel und friedliebend. Die Chemie zwischen ihm und Pierre Brice (Winnetou) war magisch und sorgte für Kassenrekorde. In Deutschland konnte Barker kaum die Straße betreten, ohne von Fans belagert zu werden. Er erhielt den Bambi und wurde wie ein Staatsgast behandelt.

Doch privat war das Glück oft flüchtig. Fünf Ehen, darunter mit Hollywood-Ikonen wie Arlene Dahl und Lana Turner, scheiterten. Die Beziehung zu Lana Turner endete in einem Skandal, der ihn in Hollywood zur „Persona non grata“ machte und seinen Weg nach Europa ebnete. Dass er am Ende seines Lebens, kurz vor einer möglichen neuen glücklichen Ehe mit Karen Kondazian, starb, fügt seiner Biografie eine weitere tragische Note hinzu.

Das Erbe des Old Shatterhand

Nach seinem Tod wurde Barker eingeäschert. Seine entfremdete Ehefrau Tita Cervera nahm die Urne mit nach Spanien. Für die deutschen Fans blieb eine Lücke, die nie ganz geschlossen werden konnte. Lex Barker war mehr als nur ein Schauspieler; er war eine Projektionsfläche für Sehnsüchte, für Freundschaft und für den Traum von einer gerechten Welt.

Die Nachricht von seinem Tod löste in Deutschland Bestürzung aus. Sondersendungen wurden ausgestrahlt, Zeitungen titelten mit schwarzen Rändern. Dass ihr Idol einsam auf einem Gehweg gestorben war, unerkannt von den Passanten, schmerzte die Fans zutiefst. Es passte so gar nicht zu dem Bild des Mannes, der an der Seite von Winnetou in den Sonnenuntergang ritt.

Heute, über 50 Jahre nach seinem Tod, ist der Mythos Lex Barker ungebrochen. Fanclubs pflegen sein Andenken, die Karl-May-Filme sind Dauerbrenner im Fernsehen. Sein einsamer Tod in New York mahnt uns daran, dass Ruhm vergänglich ist und dass hinter jedem strahlenden Helden ein Mensch mit verletzlicher Seele steckt. Lex Barker mag allein gestorben sein, doch vergessen wurde er nie.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Woran ist Lex Barker gestorben? Lex Barker starb am 11. Mai 1973 an einem massiven Herzinfarkt. Er brach auf der Lexington Avenue in New York City zusammen und war sofort tot.

Wie alt war Lex Barker, als er starb? Er war 54 Jahre alt. Er starb nur drei Tage nach seinem 54. Geburtstag, den er noch in New York gefeiert hatte.

War Lex Barker zum Zeitpunkt seines Todes verheiratet? Rechtlich war er noch mit der Spanierin Tita Cervera verheiratet, lebte aber getrennt. Er war zum Zeitpunkt seines Todes mit der Schauspielerin Karen Kondazian verlobt.

Warum wurde Lex Barker nach seinem Zusammenbruch nicht sofort erkannt? Obwohl er in Deutschland ein Superstar war, war sein Ruhm in den USA zu dieser Zeit verblasst. Zudem trug er keine Ausweispapiere bei sich. Passanten hielten ihn fälschlicherweise für einen Betrunkenen.

Wo wurde Lex Barker beerdigt? Lex Barker wurde nicht beerdigt. Sein Leichnam wurde in New York eingeäschert. Die Urne wurde anschließend von seiner Noch-Ehefrau Tita Cervera nach Spanien gebracht.

Welche Rolle machte Lex Barker weltberühmt? International bekannt wurde er zunächst als Tarzan (er spielte die Rolle in fünf Filmen). In Europa und speziell in Deutschland erlangte er jedoch durch die Rolle des „Old Shatterhand“ in den Karl-May-Verfilmungen Kultstatus.

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