Von unserem Korrespondenten in Berlin – 29. Januar 2026
Deutschland hält den Atem an: War die Bundestagswahl 2025 manipuliert? Hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wirklich die 5-Prozent-Hürde verfehlt, oder wird eine Neuauszählung bewusst verhindert, um die etablierten Machtverhältnisse zu schützen? Die Vorwürfe sind explosiv und werfen Schatten auf die Grundfesten unserer Demokratie. In einer Zeit, in der Misstrauen gegenüber Institutionen wächst, könnte dieser Fall zu einem Wendepunkt werden. Wir tauchen tief in die Fakten ein, beleuchten die Ungereimtheiten und fordern Transparenz – für Gerechtigkeit und das Vertrauen in unsere Wahlen.
Der Wahltag: Ein knapper Kampf um Prozente
Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 war eine der spannendsten in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach dem Sturz der Ampel-Koalition und vorgezogenen Neuwahlen stand das politische System auf dem Prüfstand. Die Unionsparteien (CDU/CSU) gewannen mit 31,2 Prozent, gefolgt von der SPD mit 25,8 Prozent, den Grünen mit 14,3 Prozent, der AfD mit 12,1 Prozent und der Linken mit 5,4 Prozent. Doch der Blickpunkt lag auf dem Newcomer: dem Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW).
Gegründet im Januar 2024 von der charismatischen Sahra Wagenknecht, ehemalige Linken-Ikone, positionierte sich das BSW als populistische Kraft mit Fokus auf Sozialpolitik, Frieden und Kritik an der EU. In Umfragen lag es zeitweise bei über 10 Prozent, doch am Wahlabend zeichnete sich ein Drama ab. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge erreichte das BSW 4,972 Prozent der Zweitstimmen – knapp unter der 5-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Bundestag erforderlich ist. Rechnerisch fehlten 13.000 Stimmen.

Doch das war nur der Anfang. Am 14. März 2025 stellte der Bundeswahlausschuss das endgültige Ergebnis fest. Durch Neubewertungen von 7.425 Stimmen – darunter ungültig erklärte Zettel, die nun als gültig anerkannt wurden – stieg der Anteil des BSW auf 4,981 Prozent. Nun fehlten nur noch 9.529 Stimmen. Bundeswahlleiterin Ruth Brand erklärte: „Es gab keine systematischen Fehler, sondern übliche Korrekturen.“ Dennoch: Noch nie war eine Partei so knapp gescheitert. Für das BSW bedeutete das den Verlust von zehn Sitzen, die es im alten Bundestag innehatte.
Die Vorwürfe des BSW: Manipulation oder Zufall?
Das BSW ließ nicht locker. Parteichefin Sahra Wagenknecht sprach von „schwerwiegenden Ungereimtheiten“ und forderte eine vollständige Neuauszählung aller Stimmen. Auf der Website der Partei (bsw-vg.de) heißt es: „Nur 9.529 Stimmen fehlten uns offiziell. Bei den überprüften Urnen gingen 57,6 Prozent der neu bewerteten Stimmen an uns – ein Wert, der statistisch unwahrscheinlich ist und auf Fehler zu unseren Lasten hinweist.“ Die Partei argumentiert, dass in einem so knappen Rennen bereits kleine Manipulationen oder Nachlässigkeiten den Ausgang verändern könnten.
Konkrete Beispiele? In mehreren Wahlbezirken, darunter in Brandenburg und Sachsen, wo das BSW stark war, berichteten ehrenamtliche Wahlhelfer von Unregelmäßigkeiten: Falsch gezählte ungültige Stimmen, die potenziell für das BSW gewesen sein könnten, oder fehlende Transparenz bei der Briefwahl. „Wir haben Beweise für mindestens 4.277 Stimmen, die uns nachträglich zugesprochen wurden“, betont das BSW. „Stellen Sie sich vor, was eine vollständige Überprüfung ergeben würde!“
Wagenknecht ging weiter: In Interviews mit dem Deutschlandfunk und der „Morgenpost“ warf sie den etablierten Parteien vor, eine Neuauszählung zu blockieren, um ihre Koalitionsoptionen zu sichern. „Die Ampel und die Union haben Angst vor uns. Wir würden die Debatte über Frieden in der Ukraine und soziale Gerechtigkeit verändern.“ Tatsächlich hätte ein BSW-Einzug die Mehrheitsverhältnisse komplizieren können – etwa bei einer Jamaika-Koalition (CDU/CSU, Grüne, FDP).
Der Widerstand: Bundestag und Verfassungsgericht lehnen ab
Die Forderung nach Neuauszählung prallte auf Granit. Am 23. Februar 2025 wies der Bundestag in namentlicher Abstimmung (427 Ja, 129 Nein, 1 Enthaltung) die Einsprüche des BSW zurück. Der Wahlprüfungsausschuss argumentierte: „Es liegen keine Anhaltspunkte für systematische Fehler vor.“ Bundeswahlleiterin Brand betonte, dass Neuauszählungen nur bei konkreten Verdachtsmomenten erfolgen – nicht pauschal.
Das BSW zog vor das Bundesverfassungsgericht. In zwei Verfahren (2 BvE 5/25 und 2 BvE 6/25) forderte es eine Reform des Wahlrechts: Einen automatischen Rechtsbehelf bei knappen Ergebnissen unter 5 Prozent. Am 3. Juni 2025 urteilte das Gericht: Die Klagen sind unzulässig. „Das Wahlrecht gewährleistet bereits ausreichend Schutz“, hieß es in der Pressemitteilung. Es gebe keine Verfassungsverpflichtung zu einer Neuauszählung ohne konkrete Beweise für Manipulation.
Kritiker sehen hier ein Problem: Das deutsche Wahlsystem basiert auf Ehrenamtlichen und manueller Auszählung. Fehler sind möglich, aber selten. Die OSZE-Wahlbeobachter lobten die Wahl als „frei und fair“. Dennoch: In Zeiten von Fake News und Populismus nähren solche engen Ergebnisse Zweifel.
Warum bedroht das die Demokratie?
Der Fall BSW ist mehr als ein Parteistreit – er geht ans Herz unserer Demokratie. Erstens: Transparenz. Warum wird bei 9.529 fehlenden Stimmen keine vollständige Neuauszählung angeordnet? In den USA führte der knappe Florida-Ausgang 2000 zu einem nationalen Skandal. Hierzulande fehlt ein Mechanismus für „close calls“. Das BSW argumentiert zu Recht: „In einer Demokratie muss jedes Votum zählen.“
Zweitens: Vertrauensverlust. Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigen, dass 28 Prozent der Deutschen an der Integrität der Wahlen zweifeln – ein Höchstwert seit 1990. Vorwürfe wie diese, auch wenn unbegründet, füttern Verschwörungstheorien. Die AfD nutzt das bereits: „Das System schützt sich selbst“, twitterte Alice Weidel.
Drittens: Die Rolle neuer Parteien. Das BSW repräsentiert linkspopulistische Strömungen, die in Ostdeutschland stark sind (dort holte es bis zu 15 Prozent). Ihr Ausschluss könnte zu Frustration führen und die Polarisierung verstärken. Wagenknecht warnt: „Wenn das Volk ignoriert wird, droht Entfremdung.“
Viertens: Internationale Implikationen. Die EU beobachtet genau. Eine wahrgenommene Manipulation könnte Deutschlands Ruf als Stabilitätsanker schaden. Denkbar: Mehr Forderungen nach digitaler Wahl (Blockchain?), um Fehler zu minimieren.
Forderung nach Gerechtigkeit: Was nun?
Es ist Zeit für Handeln! Das BSW fordert eine unabhängige Kommission zur Überprüfung des Wahlsystems. „Wir akzeptieren das Ergebnis nicht, solange Zweifel bestehen“, sagt Wagenknecht. Bürgerinitiativen wie „Neuauszählung jetzt!“ sammeln Unterschriften. Experten wie der Verfassungsrechtler Christoph Möllers plädieren für Reformen: „Bei knappen Hürden sollte eine automatische Neubewertung Pflicht sein.“
Die Regierung muss reagieren. Eine Neuauszählung in ausgewählten Bezirken könnte Klarheit schaffen. Andernfalls riskiert Deutschland, dass Misstrauen zur Norm wird. Die Demokratie lebt von Vertrauen – lasst uns es schützen!
Insgesamt zeigt der Fall BSW: Wahlen sind zerbrechlich. 9.529 Stimmen können ein Land verändern. Bleiben Sie wachsam – für eine faire Zukunft.