Das hat sich die Tagesschau wohl ganz anders vorgestellt! Ein komplettes Team reiste nach Sonneberg, um Stimmung gegen den ersten AfD-Landrat Deutschlands zu machen.

Es sollte das mediale Paradebeispiel für die Unzufriedenheit in einer von der AfD regierten Region werden, doch am Ende blieb nur eine bittere Demütigung für die Redaktion der Tagesschau zurück. In Sonneberg, jenem thüringischen Ort, der seit letztem Jahr mit Robert Sesselmann den bundesweit ersten AfD-Landrat stellt, wollte ein Fernsehteam der ARD ein Stimmungsbild einfangen, das – so die offensichtliche Hoffnung – die Gefahren und negativen Folgen dieser Wahlentscheidung untermauert. Doch was das Team in den Straßen von Sonneberg erlebte, widersprach dem linksgrünen Narrativ derart massiv, dass man von einem journalistischen Totalschaden sprechen muss.

Schweigen als Protest: Bürger verweigern das Gespräch

Die erste Hürde für das Tagesschau-Team war die generelle Abneigung der Sonneberger gegenüber den öffentlich-rechtlichen Medien. In einer Szene, die die tiefe Kluft zwischen der Bevölkerung und der Presse verdeutlicht, weigert sich ein Bürger am Bratwurststand kategorisch, mit den Reportern zu sprechen. „Lauft gleich zu, weil ich mit den Medien gar nicht reden will, weil eh alles meine Frage [verdreht wird]“, so die klare Ansage eines Einwohners [01:37].

Dies zeigt ein Muster, das in vielen ostdeutschen Regionen zu beobachten ist: Das Vertrauen in eine neutrale Berichterstattung ist so weit erodiert, dass viele Menschen befürchten, ihre Worte würden im Schnitt so manipuliert, dass sie am Ende als Negativbeispiel herhalten müssen. Für die Tagesschau begann die Reportage also bereits mit einer Abfuhr, die tief blicken lässt.

Die Realität auf der Einkaufsstraße: „Negativ ist es nicht“

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Als die Reporter schließlich doch noch gesprächswillige Bürger fanden, entsprachen deren Antworten so gar nicht dem gewünschten Skript. Eine Frau in der Einkaufsstraße erklärte auf die Frage, ob sich seit dem Amtsantritt des AfD-Landrats etwas verändert habe: „Verändert… es ist ja noch nicht lang… aber negativ ist es nicht. Also schlecht ist es nicht. Positiv, es ist angenehm die Stimmung“ [02:45].

Besonders bemerkenswert war ihre Einschätzung zur medialen Darstellung der Partei. Sie empfinde es so, dass die AfD „ein bisschen sehr nach rechts geschoben“ werde, es in der lokalen Politik aber eigentlich „nur um die Sache“ gehe. Sogar zum Thema Remigration hatte sie eine klare Meinung: „Die möchten auch keine integrierten Ausländer rausschmeißen, also so habe ich das Gefühl“ [03:04]. Anstatt der erwarteten Angst vor einem Rechtsruck begegneten den Journalisten Gelassenheit und Pragmatismus. Die Bürger gaben der neuen Führung Zeit, den „Berg an Sondermüll“, den die Altparteien hinterlassen hätten, aufzuräumen [03:41].

Der Moment der größten Demütigung: Ein Somalier lobt die AfD

Die wohl spektakulärste Szene der gesamten Reportage spielte sich an einem Obststand ab. In der Hoffnung, bei Migranten auf Berichte über Ausgrenzung oder Rassismus zu stoßen, interviewte die Tagesschau Abdul Abdullah, der ursprünglich aus Somalia stammt und seit sechs Jahren in Sonneberg lebt. Die Antwort auf die Frage nach Veränderungen für Ausländer unter einem AfD-Landrat war ein Schock für die Redaktion: „Gibt keine Probleme, keine Rassismus. Ich lebe schon lange hier, ist gut“ [05:07].

Auf Nachfrage bestätigte Abdullah nochmals, dass sich seit dem Regierungswechsel absolut nichts zum Negativen verändert habe [05:14]. Diese Aussage entlarvt die Schreckensszenarien, die bundesweit von Politikern und Medien gezeichnet wurden, als haltlos. Es scheint, dass gut integrierte Migranten, die arbeiten und Deutsch sprechen, in Sonneberg völlig ungestört leben – ungeachtet der Parteizugehörigkeit des Landrats. Für die Tagesschau, die hier offensichtlich auf eine Bestätigung ihrer Thesen gehofft hatte, war dieses Interview die Höchststrafe an Realität.

Politische Schockstarre: Wenn die Brandmauer bröckelt

Da die Stimmen aus der Bevölkerung nicht das gewünschte Ergebnis lieferten, griff die Tagesschau am Ende zu einem altbekannten Mittel: Sie ließ einen Vertreter der etablierten Parteien zu Wort kommen, um zumindest ein wenig Kritik in den Beitrag zu retten. Christian Tanzmeier von der CDU zeigte sich im Interview fassungslos darüber, dass im Kreistag nicht er, sondern ein AfD-Abgeordneter mit einer Mehrheit zum Beigeordneten gewählt wurde [06:51].

Tanzmeier sprach davon, dass „die Masken gefallen“ seien und er schockiert über den mangelnden Rückhalt der anderen Fraktionen sei [07:08]. Für die Tagesschau war dies der Anlass, den „Zusammenhalt der anderen Parteien“ als gescheitert zu erklären. Dass dieser „Zusammenhalt“ jedoch oft nur aus einer künstlichen Brandmauer besteht, die gegen den Wählerwillen vor Ort gerichtet ist, wird im Beitrag freilich verschwiegen. In Sonneberg scheint die sachorientierte Zusammenarbeit im Kreistag längst die ideologischen Grabenkämpfe aus Berlin abgelöst zu haben.

Fazit: Die Ohnmacht der Erziehungsmedien

Die Reportage der Tagesschau aus Sonneberg ist ein Dokument des Scheiterns einer journalistischen Herangehensweise, die nicht mehr berichten, sondern belehren will. Wenn sogar Migranten die AfD verteidigen und die Bürger die Stimmung als „angenehm“ beschreiben, bricht das Kartenhaus der medialen Panikmache zusammen.

Statt der geplanten Abrechnung mit dem „Rechtsruck“ lieferte die ARD unfreiwillig den Beweis, dass das Leben in Sonneberg normal weitergeht – vielleicht sogar ein Stück weit zufriedener als zuvor. Die verzweifelte Suche nach negativen Stimmen, die erst ganz am Ende bei einer einzelnen Passantin kurz Erfolg hatte, wirkt angesichts der restlichen Aussagen fast schon lächerlich. Sonneberg hat gezeigt: Die Realität lässt sich nicht wegsenden, auch nicht zur besten Sendezeit.

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