Die Bombe ist geplatzt! Der Schweizer Historiker Daniele Ganser lässt in einer Talkshow die Masken fallen und enthüllt unfassbare Details zum Nord-Stream-Anschlag.

Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee bleibt einer der größten Kriminalfälle der modernen Geschichte und ein geopolitisches Beben, dessen Erschütterungen bis heute anhalten. In einer Talkshow hat der renommierte Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser nun Details ans Licht gebracht, die das offizielle Narrativ der Bundesregierung und der Leitmedien massiv infrage stellen. Ganser stützt sich dabei unter anderem auf die Recherchen des legendären US-Investigativjournalisten Seymour Hersh und zeichnet ein Bild einer hochkomplexen Geheimoperation, an deren Ende die Zerstörung der deutschen Energieinfrastruktur durch ihre eigenen Verbündeten stehen könnte.

Die „Pflanzensprengstoff“-Glosse: Wenn Faktenchecker scheitern

Ganser eröffnete seine Ausführungen mit einer scharfen Kritik an der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland. Besonders die Faktenchecker der ARD gerieten in sein Visier. In einem fast schon komödiantischen Exkurs berichtete er, wie Journalisten den englischen Begriff „planted explosives“ (platzierter Sprengstoff) in Hershs Bericht fälschlicherweise als „Pflanzensprengstoff“ übersetzt hätten [01:33]. „Dann können die ja nicht einmal Englisch“, spottete Ganser und fragte rhetorisch, ob man hier von einer Tragödie oder einer Komödie sprechen müsse [02:12].

Dieser sprachliche Fauxpas steht für Ganser symptomatisch für einen Diskurs in Deutschland, der versucht, alternative Analysen und kritische Stimmen – wie die von Ulrike Guérot oder Gabriele Krone-Schmalz – systematisch auszugrenzen und lächerlich zu machen [02:20].

Baltops 2022: Die perfekte Tarnung für den Anschlag?

Kern der Enthüllungen ist die Verknüpfung des Anschlags mit dem NATO-Manöver „Baltops 22“, das im Juni 2022 in der Ostsee stattfand. Laut den Recherchen von Seymour Hersh operierten US-Tiefseetaucher unter dem Deckmantel dieser groß angelegten Übung, an der 14 Nationen, 50 Schiffe und 7000 Soldaten beteiligt waren [01:08]. Während des Manövers sollen die Taucher den C4-Sprengstoff an den Pipelines platziert haben, der dann drei Monate später ferngesteuert gezündet wurde [03:16].

Ganser und Hersh sind sich einig: Eine solche Operation erfordert eine ausgeklügelte Taktik und die Ressourcen eines Nationalstaates. Die Theorie von sechs Ukrainern auf einem Angelboot, die monatelang durch die Medien geisterte, bezeichnete Ganser indirekt als Ablenkungsmanöver [00:13]. Stattdessen belasten die neuen Details neben den USA auch Großbritannien schwer, die bei der Koordination der Sprengung tatkräftig mitgewirkt haben sollen [02:50].

Das Motiv: Geopolitische Interessen und die Angst vor Abhängigkeit

Warum sollten die USA ihre eigenen Partner angreifen? Laut Hersh wuchs in Washington die Sorge, dass Deutschland und Europa durch das billige russische Erdgas zunehmend von Moskau abhängig würden, während der Einfluss Amerikas abnähme [05:58]. Die Zerstörung der Pipelines habe Deutschland faktisch gezwungen, auf teureres US-Fracking-Gas umzusteigen – ein Milliardengeschäft für die amerikanische Energieindustrie [03:50].

Ganser erinnerte in diesem Zusammenhang an die denkwürdige Pressekonferenz von Joe Biden und Olaf Scholz, auf der der US-Präsident ankündigte, dass es Nord Stream 2 im Falle einer russischen Invasion nicht mehr geben werde [04:19]. Scholz stand damals schweigend daneben. Für Ganser stellt sich die brisante Frage, inwieweit die Bundesregierung vorab eingeweiht war. Sollte dies der Fall sein, spricht der Beitrag von einem „absoluten Volksverrat“ gegen die Bundesrepublik Deutschland [04:48].

Widerstand aus dem Weißen Haus und mediale Gegenwind

Natürlich blieb eine Reaktion aus Washington nicht aus. Adriane Watson, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, wies Hershs Bericht als „völlig falsch und eine vollkommene Erfindung“ zurück [09:03]. Auch deutsche Medien bemühten sich schnell, offizielle Dementis aus den USA zu verbreiten, um Zweifel an der Hersh-Version zu säen.

Doch Ganser lässt sich davon nicht beirren. Er verweist auf die logische Kausalkette und das fehlende Motiv auf russischer Seite. Warum sollte Wladimir Putin seine eigene Pipeline sprengen, über die er jederzeit den Gashahn zudrehen konnte, um politischen Druck auszuüben? „Das ergibt keinen Sinn“, so das Urteil [07:12]. Selbst die deutsche Bundesanwaltschaft erklärte kürzlich, keinen Hinweis auf eine russische Täterschaft zu haben [08:03].

Fazit: Wahre Freunde oder falsche Partner?

Die Ausführungen von Daniele Ganser und die Untermauerung durch Seymour Hershs Recherchen hinterlassen ein verstörendes Bild der transatlantischen Partnerschaft. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wäre dies ein beispielloser Angriff auf die Souveränität eines Verbündeten. Deutschland, so die bittere Analyse des Beitrags, handele hier lediglich als „Vasall der USA“, ohne jegliche Gegenwehr gegen die Zerstörung seiner Lebensader zu zeigen [06:23].

Der Fall Nord Stream ist damit weit mehr als ein Sabotageakt an einer Gasleitung. Er ist ein Symbol für eine neue Ära der Geopolitik, in der nationale Interessen rücksichtslos über Partnerschaften gestellt werden. Während die offizielle Untersuchung weiter im Dunkeln tappt, wächst der Druck auf die Bundesregierung, endlich Klarheit über die Rolle ihrer „falschen Freunde“ zu schaffen.

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